Bauernmuseum Bamberger Land

Heimat für ländliche Kultur und Umweltbildung

Sonderausstellung 2026

Treffpunkt Dorf.

Wirtshäuser und Tante-Emma-Läden – Orte der Begegnung

Mit begleitender Fotoausstellung von Walther Appelt und Tommie Goerz


vom 27. März bis 25. Oktober

In vielen Dörfern fehlen sie heute: Orte der Begegnung. Über Jahrzehnte hinweg waren Tante-Emma-Läden und Wirtshäuser zentrale Treffpunkte des dörflichen Lebens. Man kam, um einzukaufen oder einzukehren. Vor allem aber, um miteinander zu sprechen. Neuigkeiten wurden ausgetauscht, Beziehungen gepflegt, Gemeinschaft gelebt. Als „öffentliche Wohnzimmer“ prägten sie den Alltag und das kulturelle Leben auf dem Land.

Die diesjährige Sonderausstellung des Bauernmuseums Bamberger Land widmet sich dieser dörflichen Alltagskultur, die vielerorts verschwunden ist, bei vielen Menschen jedoch bis heute nachwirkt. Im Mittelpunkt stehen fränkische Wirtshäuser und kleine Läden, Orte voller Geschichten, Erinnerungen und gelebter Nähe.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist ein original eingerichteter Tante-Emma-Laden, der die Atmosphäre vergangener Zeiten anschaulich erlebbar macht. Darüber hinaus wird im Themenbereich Wirtshäuser auch die traditionelle Spielekultur beleuchtet, die einst untrennbar mit dem geselligen Beisammensein verbunden war.

Grundlage der Ausstellung sind die literarischen Sachbücher „In fränkischen Wirtshäusern“ und „Tante Emma lebt“ von Tommie Goerz sowie die dazu entstandenen Fotografien von Walther Appelt. Texte und Bilder eröffnen eindrucksvolle Einblicke in eine Welt, die einst selbstverständlich war und heute umso kostbarer erscheint.

 


Barbara Winkler

Poesie des Alltäglichen

Jahresausstellung von Form + Farbe e.V.

vom 2. August bis 25. Oktober 2026

Was offenbart sich, wenn wir dem Gewöhnlichen unsere Aufmerksamkeit schenken? Die Jahresausstellung „Poesie des Alltäglichen“ lädt dazu ein, alltägliche Dinge und Situationen mit neuen Augen zu betrachten. Ob Teekanne, Arbeitsschuhe oder Fahrradschlauch: In Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation entfalten scheinbar unspektakuläre Motive eine überraschende Ausdruckskraft und erzählen von Erinnerungen, persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Die Ausstellung zeigt, dass das Alltägliche weit mehr ist als bloße Gewohnheit. Das Vertraute wird zur Projektionsfläche für Fragen nach Identität, Vergänglichkeit und den kleinen Momenten, die unser Leben prägen. So eröffnen die künstlerischen Arbeiten neue Perspektiven auf das, was uns tagtäglich umgibt.

Zu den ausgestellten Werken gehören unter anderem „Eating Bortsch Makes Happy“ von Sepp Kuffer, die Installation „Schwarz auf Weiß“ von Andrea Landwehr-Ratka sowie Barbara Winklers Acrylgemälde getragener Schuhe. Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine Gemeinschaftsinstallation, für die die beteiligten Künstlerinnen und Künstler Alltagsgegenstände und Materialien zu einem gemeinsamen Gesamtkunstwerk zusammengefügt haben.